"Ein Herz haben für andere - ein etwas anderer Schultag"

Kinderbibeltag an der Grundschule Kastl

Vergangenen Freitag, den 16. März 2018, versammelten sich alle SchülerInnen der Grundschule in der Aula um den Projekttag gemeinsam zu beginnen. Bereits an den Vortagen waren alle SchülerInnen in Jahrgangsstufen übergreifende Gruppen eingeteilt worden und Viertklassler übernahmen die Aufgabe der Gruppenleitung. Die 1. Klasse eröffnete den Tag mit dem Lied „Das wünsch ich sehr, das immer einer bei mir wär…“ Anschließend begrüßte Schulleiter Jan Giefing alle Schüler und die „WorkshopleiterInnen“. Nach dem Hören der Bibelstelle vom Barmherzigen Samariter machten sich die SchülerInnen auf den Weg in ihre Workshops.

Jedes Thema wurde immer in zwei Workshops behandelt, so dass alle Schüler jedes Thema besuchen konnten.

1. Thema: Warmherzigkeit – Kaltherzigkeit (Claudia Graf/Elisabeth Zoller/Rebecca Rieger)

In den Klassenzimmern der 1. und 2. Klasse haben sich die Schüler und Schülerinnen mit den Begriffen „warmherzig“ und „kaltherzig“ beschäftigt. Die Kinder durften von Erlebnissen erzählen, bei denen sie jemandem geholfen haben oder andere ihnen geholfen haben. Diese Erlebnisse schrieben sie dann auf Papierherzen, die sie anschließend auf ein Herz aus Tüchern legen durften. Nun wurden Kerzen rund um das Herz herum nacheinander angezündet, sodass sich das Herz erhellte. Die SchülerInnen konnten so bildlich sehen, was in einem passiert, wenn man anderen hilft oder einem geholfen wird. Als Abschluss haben sich die Kinder überlegt, was es bedeutet, kaltherzig zu sein und jede/r schrieb einen passenden Begriff dazu auf einen Stein. Diese Steine wurden dann auf einem lila Tuch gesammelt und gemeinsam besprochen. (Rebecca Rieger)

Zum Abschluss dieser Einheit gingen die Gruppen in den Werkraum, wo sie bereits von Mitgliedern des Elternbeirates erwartet wurden. Nun verwandelten die SchülerInnen ihre kaltherzigen Steine mit Hilfe ihrer Finger und roter Lackfarbe in Herzsteine.                                   

2. Thema: Erste Hilfe Station (Jan Giefing/Eva Maydl)

In den Klasssenzimmern der 3. und 4. Klasse stand das Thema "Helfen" im Mittelpunkt. Helfen im Sinne von Erster Hilfe am Unfallort: Bezugnehmend auf den Barmherzigen Samariter kümmerten sich die Schülerinnen und Schüler um ihre "verletzten" Mitschüler, wickelten sie in Rettungsdecken, legten Pflaster und Verbände auf geschminkte Wunden und informierten "telefonisch" - unter Berücksichtigung der W-Fragen - den Rettungsdienst.

 3. Thema: Barmherzigkeit - Geh und handle genau so (Alexandra Kalchauer/Theresia Demmelhuber)

Die SchülerInnen legten zunächst mit hellen und dunklen Tüchern, Ästen, Dornen, Steinen… einen Weg und spürten nach, was es bedeutet einem gefährlichen Weg alleine gehen zu müssen. Sie hörten noch einmal das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter. Diesmal untermalten und verstärkten sie die Erzählung aber mit Handtrommel, Rasseln, Triangel, Holzstäben, Nüssen, Wasser, Geldstücken… Im anschließenden Gespräch überlegten sie wer denn heute so ein Samariter, ein hilfsbereiter Mensch ist, über die Feuerwehr, Polizei, Notarzt, Krankenschwester… kamen die SchülerInnen sehr bald zu der Erkenntnis: Jeder von uns ist gemeint, wenn Jesus sagt: Geh und handle genau so.

4. Thema: Kooperative Spiele in der Turnhalle (Katharina Sauer/Stephanie von Sommoggy)

In der Turnhalle waren Gemeinschaftsspiele angesagt. Hierbei sollten die Schülerinnen und Schüler spielerisch erfahren, dass man ein Herz für andere Menschen haben soll und der Zusammenhalt in einem Team wichtig ist. Das Erlebnispädagogikspiel „Schokofluss“ weckte große Begeisterung: Nur zusammen konnten die einzelnen Gruppenmitglieder mit Hilfe von Teppichfließen vom Ort A zum Ort B gelangen und somit das Spiel gewinnen. Als Abschluss der jeweiligen Gruppeneinheit wurde eine Pyramide aus allen Schülern gebaut. (Katharina Sauer)

Zum gemeinsamen Abschluss trafen sich alle noch einmal in der Aula. Hier machte H. Giefing die SchülerInnen darauf aufmerksam, dass sie sich neben den Workshops auch so den ganzen Vormittag über mit dem Thema eifrig beschäftigt haben. Allein schon die Tatsache, dass sich die älteren SchülerInnen um die jüngeren gekümmert und sie in die Arbeitskreise mitgenommen haben, sei wie vieles andere auch, schon eine erste praktische Umsetzung des Themas. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Halte zu mir“ ging ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Schulvormittag zu Ende. Alle waren sich einig: So ein Projekttag – mit unterschiedlichen Themen – soll auch in Zukunft den schulischen Jahreskreis bereichern.

Eine Fortführung des Themas erfolgte am Sonntag beim Familiengottesdienst, bei dem die Steine und Herzen mit eingebaut wurden.